Nachdem wir uns in den vergangenen Tagen vollständig auf die Suche nach einem Auto konzentriert hatten, haben wir bisher recht wenig von Miami zu sehen bekommen. Das soll sich nun ändern!

Miami Beach steht auf dem Morgenprogramm. Die Buslinie, die unmittelbar gegenüber von unserer Unterkunft anhält, fährt etwa im zehn-Minuten-Takt auf die Insel hinaus.
Als dieser jedoch nach guten zwanzig Minuten immer noch nicht eintrifft stellen wir uns die Frage, ob wir überhaupt richtig sind. Mittlerweile können wir zwar den sehr unübersichtlichen  Bus- Bahn- und Metroplan lesen, dieser gibt jedoch keinerlei Auskunft über die Fahrtzeiten.

Eine ältere Frau läuft zielstrebig auf uns zu und erkundigt sich über die Abfahrszeit – wir müssen leider passen.

„Those weekend scedules are horrible, always have to wait.“

Weekend? Sie hat recht, es ist Sonntag. Die Wochentage scheinen für uns keinerlei Rolle zu spielen. Und das ist auch gut so! Zuhause im Alltagstrott stellten wir uns von Sonntag Abend bis Donnerstag Abend täglich die Frage: „Wann ist endlich Wochenende?“. Dabei verstreicht die Zeit, ohne sie bewusst wahrzunehmem. Man lebt am eigenen Leben vorbei.
Seit wir in Deutschland aufgebrochen sind, stellt sich diese elende Frage nicht mehr. Wir leben und genießen den Moment.

Der Bus hält an einem direkten Zugang zum Strand. Über einen kleinen Fußweg gelangen wir dort hin. Dieser führt uns über einen promenadenartigen Holzsteg, der sich durch das dichte Grün bahnt. Auf der einen Seite des Steges liegt der weiße Sandstrand, auf der anderen, ein Luxushotel an dem nächsten, mit jeweils persönlichem Türsteher.

Beim Betreten des Strandes stechen sofort die bereits aus dem Fernsehen bekannten Baywatch Hütten ins Auge, die sich in regelmäßigen Abständen wiederfinden. Die auffällig bunten Farben bieten einen starken Kontrast zum weißen Sand.
Trotz des guten Wetters ist der Strand nur mäßig besucht.
Nach einer ersten „Fuß-Kontrolle“ der Wassertemperatur wird schnell klar: Eine Abkühlung gibt es heute nicht. Bei 38°C Lufttemperatur fühlt sich das Wasser an wie in der Badewanne.

 

Am Nachmittag des selben Tages erkunden wir zusammen mit unserem Gastgeber Dave und mit Summer, einer Couchsurferin aus China, das Viertel Winwood. Bereits auf dem Weg zu den bekannten „Winwood Walls“ treffen wir auf Grafittis jeglicher Größe und Art. Auffällig ist die Verspieltheit der Motive, aus denen erst bei genauerer Betrachtung die Details hervor gehen. Oft stechen tiefgründigere Motive hinter den Arbeiten, die dem Betrachter einen Denkanstoß geben. Die Kunstwerke sind frei zugänglich und locken verstärkt Touristen in das Viertel.

Grafitti muss also nicht unbedingt Sachbeschädigung, sondern kann auch Kunst sein.

Wir verbringen unseren letzten Abend in Miami gemeinsam mit Dave und Summer in einem gemütlichen cubanischen Restaurant nahe Downtown.

Miami wird uns als gute Erinnerung auf dem weiteren Weg begleiten.
Um unseren Gastgeber zu zitieren:

„Strangers arrived, friends are leaving.“

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2 Kommentare

Pia Bausch-Jaaks · Juli 30, 2018 um 8:24 am

Hallo ihr beiden,
eure Reise ist bis jetzt schon sehr beeindruckend. Ich beneide euch beide. Faszinierend die Graffitis auf eurem Miami-Trip.
Weiterhin viele erlebnisreiche Momente und schöne Begegnungen mit interessanten Menschen und…passt schön auf euch auf!
Liebe Grüße
Pia (aus dem langweiligen Wallerfangen)

    ChillerGorilla · August 7, 2018 um 6:36 pm

    Hallo Pia,
    schön, dass du den Weg auf unsere Seite gefunden hast! Das stimmt Miami und insbesondere die Wynwood Walls waren schon eines der Highlight bis jetzt! Danke für deine guten Wünsche, das werden wir machen.
    Liebe Grüße zurück
    Deborah & Max
    PS: Langweilig? ..Im Saarland ist es doch am Schönsten 😉

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