Tag 1 – Aufbruch
8.30Uhr,  der Tag auf den wir nun ein gutes Jahr hingearbeitet haben ist endlich gekommen.

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten bei Check-in und Gepäckaufgabe scheint es nun doch zu laufen. Wir erreichen pünktlichen den Boardingbereich, an dem zwei letzte Kontrollen durchgeführt werden. Ich gebe meinen Reispeass sowie das Flugticket ab, woraufhin der Mitarbeiter mich sehr genau mustert – zu genau. Ohne ein Wort zu verlieren, sucht er den Kontakt zu einem weiteren Kollegen. Ich kann sie nicht verstehen, doch mein Name fällt mehrmals im Gespräch. Nach einigen Telefonaten händigt er mir schließlich den Pass aus.
Woran hat es gelegen? Warum die Telefonate und das auffällige Gespräch? Bei erneutem Betrachten meines Tickets fallen mir die vier „S“ ins Auge. Ich erinnere mich an einen Beitrag über die Bedeutung dieses Aufdruckes. „SSSS“ steht für „Secondary Security Screening Section“ und bedeutet, dass man sich auf mehrstündige Verzögerungen bestehend aus Gepäckkontrollen, sehr vielen unangenehemen Fragen sowie erhöhtem bürokratischen Aufwand einstellen kann. Meine Vermutung wird vom nächsten Kontrolleur bestätigt, als ich Ihn auf die vier „S“ anspreche, grinst dieser nur mit den Worten: „Sie stellen sich besser auf größere Verzögerungen ein, folgen Sie bitte dem Beamten in das Separee.“ Nach Durchführung einer umfangreichen Leibesvisitation, Untersuchung meines Handgepacks, einigen Fragen bezüglich Reiseziel und Grund sowie einiger Abstriche zwecks Drogensschnelltest passiere ich die deutschen Kontrollen. Das kann ja mal noch lustig in den USA werden.

Das Flugzeug landet gegen 20:00Uhr Ortszeit, die Sonne versinkt in einem tiefen Dunkelrot hinter dem Tower, als wir über die Rollbahn zum Gate fahren. Dort angekommen erwartet uns ein Flughafen, in dem zumindest rein optisch die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Teppichböden und Kachelwände begleiten uns auf unserem Weg zur Passkontrolle.

„Welcome to Maimi, citizens to the right, visitors to the left.“

Ertönt die schrille Stimme eines Officers. Seelisch und moralisch stellten wir uns bereits auf die bevorstehende ausgiebige Kontrolle ein.  Aber hey – wir haben alle Zeit der Welt und so kann Deborah den zusätzliche Aufenthalt am Flughafen nutzen, um die weiteren Schritte sowie die Anreise zu unserer ersten Unterkunft planen.
Nach erfolgreichem passieren der ersten Passkontrolle erreichen wir bereits das Gepäckband. Bisher wurden lediglich die Pässe kontrolliert, Fingerabdrücke genommen und jeweils ein Bild von uns hinterlegt. Die Kontrollen, wie man sie aus dem Fernsehn oder aus Internetforen kennt, bei denen jeglichens Gepäck aus dem Koffer geräumt werden muss, stehen mir wohl noch bevor. Oder vielleicht doch nicht?

Wir folgen den Exit Beschilderungen, bis wir plötzlich am Haupteingang des Flughafens stehen. Keinerlei Gepäckkontrollen, unangenehme Fragen oder Derartiges. Nichtmals ein Stempel im Reisepass. Unsicher schauen wir uns in die Gesichter. Es ist geschafft – USA, wir sind da!

Beim Verlassen der Eingangshalle schlägt uns die tropische Hitze der Abenddämmerung entgegen. Hecktische Fluggäste mit ihrem Gepäck – Taxis, so weit  das Auge reicht. Unter der riesigen Überdachung des Ausgangsbereiches scheint die Luft völlig verbraucht.
Die GPS-Ortung ist im dreistöckigen Ausgangsbereuch des Flughafens kaum möglich. Zusätzlich funktioniert scheinbar das WLAN auf unseren Geräten nicht. Navigation? Fehlanzeige.

Wo sind wir?

Nach einigem Hin und Her und  mit Hilfe netter Einheimischer, starten wir unsere erste Uber-Fahrt mit Alfonso, der uns trotz einiger Kommunikationsprobleme ans Ziel bringt. Alleine die Fahrt zu unserer ersten Couchsurfingunterkunft ist unglaublich, doch was wir sehen als wir dort ankommen übertrifft alles! Sowohl Deborah als auch ich kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ein Gebäudekomplex, der den Anschein eines Luxushotels erweckt. Bepackt mit unseren riesigen Rucksäcken sowie der gesamten Campingausrüstung ziehen wir schnell die Blicke in der eleganten Eingangshalle auf uns. Dave, unser Host für die kommenden Tage, empfängt uns mehr als herzlich und das Lichtermeer, das sich uns vom Balkon seiner Wohnung aus dem 15. Stock darbietet ist atemberaubend.

Der Abend klingt gemütlich bei einem gemeinsamen Willkommens-Bier am hauseigenen Pool aus, die leuchtende Skyline von Miami Beach zu unseren Füßen.

In den kommenden Tagen wird sich uns die Herausforderung des Gebrauchtwagenkaufes in den USA mit dem damit verbundenen Bürokratieaufwand stellen.

 

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12 Kommentare

Lauer, Synke · Juli 22, 2018 um 7:00 am

cool geschrieben freu mich auf eure nächsten Berichte grüsse derzeit aus benediktbeuern Synke und die komplette Mannsxhaft plus Opa Alois

    ChillerGorilla · Juli 28, 2018 um 4:02 am

    Hey Synke,
    danke wir geben unser Bestes, um euch auf dem Laufenden zu halten;) Wir uns auch, denn eine Reise wird umso schöner, wenn man die Erlebnisse mit anderen teilen kann. Wir hoffen, ihr hattet eine gute Zeit zusammen in Benediktbeuern!
    Liebe Grüße an alle
    Deborah & Max

Marie · Juli 22, 2018 um 4:49 pm

Mega spannend , LG Marie

    ChillerGorilla · Juli 28, 2018 um 3:58 am

    Hay Marie,
    ja ich denke nach eurer Thailand – Reise kannst du sehr gut nachempfinden, wie es uns geht. Jeden Tag wartet ein neues Abenteuer!
    Liebe Grüße
    Deborah & Max

FrankW · Juli 23, 2018 um 7:44 am

Klingt nach einem guten Start!! 🙂 Weiter so!!!

    ChillerGorilla · Juli 28, 2018 um 3:57 am

    Hay Frank,
    er hätte nicht besser sein können! Die Menschen, die wir bis jetzt auf unserem Weg getroffen haben und die Erfahrungen, die wir gemacht haben waren alle mehr als positiv. Es war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten, dieses Abenteuer zu wagen.
    Liebe Grüße
    Deborah & Max

Sandra Zimmer · Juli 25, 2018 um 6:07 pm

Sehr interessant geschrieben, viel Spass. lg eure Nachbarn Chris und Sandy

    ChillerGorilla · Juli 28, 2018 um 3:50 am

    Hay ihr Beiden,
    das freut uns zu hören! Schön, dass ihr mit uns reist;)
    Liebe Grüße
    Deborah & Max

Gehrhardt Andre · Juli 28, 2018 um 8:22 am

hello Deborah und Max,
Euer weblog ist jetzt schon genial – wir sind weiter online bei Euch
Bettina & André
ps:
auf meiner homepage ist ein Teil meiner Welt-Reise-Erlebnis

    ChillerGorilla · August 7, 2018 um 6:31 pm

    Hallo Bettina & André,
    das freut uns zu hören. Oke dann musst du uns die Adresse mal bei Gelegenheit geben.
    Liebe Grüße aus Washington
    Deborah & Max

Tim Lörscher · Juli 31, 2018 um 8:42 am

Hallo Ihr beiden, super spannend geschrieben!

Wir wünschen euch weiterhin eine unvergessliche Zeit!

Liebe Grüße, Tim und Julia!

    ChillerGorilla · August 7, 2018 um 6:38 pm

    Hallo Tim & Julia,
    Gut zu wissen, dass es Spaß macht zu lesen:) Vielen, vielen Dank!
    Liebe Grüße
    Max und Deborah
    PS: Vielleicht erinnert euch der ein oder andere Beitrag ja auch an eure USA Reise:)

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