Mitte August, heiße Temperaturen, Festivalzeit – im schönen Saarland findet das alljährliche Musikfestival „Rocco del Schlacko“ statt. Doch für uns heißt es an diesem Wochenende: „Rocky statt Rocco“ – es geht nach Philadelphia, zu jenen weltbekannten Stufen, die einst Sylvester Stalone in seinem Klassiker „Rocky Balboa“ erklommen hat.

Erst bei Einbruch der Dunkelheit erreichen wir die „Villa Gastfreundschaft“, das zu Hause von Jess und Caleb, unseren Gastgebern für die kommenden Tage. Sie wohnen in einem ruhigen Vorort ca. 40 Minuten vom Stadtkern entfernt. Die beiden sind so freundlich, uns für den morgigen Tag ihre Fahrräder zu leihen – das optimale Fortbewegungsmittel, denn die Stadt ist mit ihren riesigen Grünflächen sehr weitläufig. Der Name Philadelphia entstammt dem griechischen und bedeutet frei übersetzt: „Bruderliebe“; das Motto spiegelt sich im Lovepark wider. Zu diesem gelangen wir über einen kleinen Radweg entlang des Flusses „Schuylkill“, der sich wie ein blaues Band durch die Metropole zieht. Filigran verspielte Häuschen zieren das Ufer. Die jeweils daran angebrachten prunkvollen Flaggen, deren Wappen Rückschluss auf die zugehörigen Verbindungen und Universitäten erlauben, legen den Vedacht nahe, dass es sich hierbei nicht um Ferienresidenzen handelt. Dies wird durch die unzähligen Drachenboote bestätigt. Philadelphia besitzt eine der ältesten, stärksten und meist dekorierten Rudermannschaften der USA.
Auf dem weiteren Weg finden sich immer wieder kleine Parkanlagen und langfristig gesperrte Straßenabschnitte die zu  Erholungszentren für Groß – und Klein werden. Diese Areale stechen durch auffällige Farben aus dem  dargebotenen Stadtbild hervor.

Am Park angekommen stürzen sich die Massen auf eines der bekannten Wahrzeichen, den roten „Love – Schriftzug“ – da ist es schwierig einen guten Schnappschuss zu erhaschen. Das Kunstwerk ist auf die dahinterliegende Allee ausgerichtet, die durch Fahnen jeglicher Nationalitäten geschmückt wird. Der ebenfalls zentral installierte Wasserpark ist eine willkommene Erfrischung und wir entschließen uns eine kleine „kullinarische Pause“ einzulegen. Das von den Einheimischen angepriesene „Philly Chees Steak“ lassen wir uns nicht entgehen. Dabei handelt es sich um eine Hotdogvariante mit einer Gyros – Zwiebel – Käsefüllung. Dies klingt im ersten Moment eher unspektakulär, dennoch handelt es sich um einen gern gesehenen Snack für den kleinen Hunger.

Das nächste und letzte Highlight des heutigen Tages ist das Kunstmuseum. Hier sind jedoch nur wenige Kunstliebhaber anzutreffen. Der Aufgang zu dem palastähnlichen Gebäude, wirkt auf den ersten Blick wie eine gewöhliche Treppe, es handelt sich jedoch um jene denkwürdigen Stufen, die „Rocky Balboa“ in sein Training integrierte. Am Fuße des Gebäudes stehen die Menschen Schlange, um nebem der dort befindlichen Statue zu posieren. In einer Steintafel ist eines der  bekanntesten Filmzitate für die Ewigkeit festgehalten.

 

Am gleichen Abend trifft ein weiterer Couchsurfer in der Villa Gastfreundschaft ein. Er nächtigt auf einem zweiten Sofa im selben Raum. Dies ist keine Seltenheit beim Couchsurfen und stellt für uns kein Problem dar – dachten wir…

Folge uns auf Instagram, um auf dem Laufenden zu bleiben!

Kategorien: Amerika

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.