aus der Sicht von Max

Der Teebaum – wächst Tee überhaupt am Baum? Spielt auch eigentlich keine Rolle, denn in der Thursday Plantation in Ballina geht es nicht um Tee, sondern viel mehr um das ätherische Öl, das aus dem Teebaum gewonnen wird. Hier wurde vor über 40 Jahren die erste Plantage für Teebaumöl eröffnet. Das kleine, an die Plantage angeschlossene Museum vermittlet allerhand Informationen und Hintergründe über die Wunderpflanze und erzählt in einem Kurzfilm die Geschichte der Farm. Von ihren anfänglichen Startschwierigkeiten bis zum internationalen Exporteur heutzutage. Der Familienbetrieb hatte immer wieder mit Missernten, Fehlern im Produktionsprozess und der geringen Nachfrage zu kämpfen. Zu Beginn wurde das aufwändig extrahierte Öl noch von Hand in kleine Fläschchen gefüllt und mit einem handschriftlichen Etikett versehen. Der erste „Vertrieb“ fand anschließend auf einem kleinen Markt in Nimbin statt, bei dem sage und schreibe zwölf Einheiten verkauft wurden – da kann man schon mal die Flinte ins Korn werfen wollen! Doch die Betreiber gaben nicht auf und mussten zu ihrer Überraschung feststellen, dass die Nachfrage in den kommenden Wochen exponentiell anstieg. Die Bootschaft vom Wunderöl verbreitete sich via „Buschtrommel“  rasendschnell und heute, 43 Jahre später, hat sich die Nachfrage auf internationale Ebene ausgeweitet. Die Produktpalette reicht von Sonnencreme, über Moskitoschutz bis hin zu dem Öl in reinster Form, das nahezu auf jedem Gebiet Anwendung findet.

Mitterlweile exportiert die Thursday Plantation ihre Produkte in unzählige Länder weltweit. Der Name kommt übrigens vom Tag andem Eric White 1976 die Bestätigung des Pachtvertrages erhielt. Diese kam an einem Donnerstag morgen mit der wöchentlichen Post an.

Am frühen Nachmittag geht es dann weiter nach Byron Bay. Einem, wie uns gesagt wurde, zweiten „Surfers Paradise“. Ein Bekleidungsgeschäft reiht sich an das nächste, Bars und Restaurants in Hülle und Fülle und Touristen soweit das Auge reicht. Kostenlose Parkplätze? Fehlanzeige! Und so müssen wir zunächst einige Meter zu Fuß zurück legen, bis wir uns das rege Treiben genauer ansehen können. Überall wird Surfausrüstung angeboten, Touren in allen Preisklassen, von teuer bis extrem teuer und so schlendern wir ein wenig durch die Souvenirläden, trinken ein Bierchen beim Mexikaner und machen uns bei Einbruch der Nacht und einsetzendem Regen auf den Weg zu unserem Nachtlager. Wie so oft in letzter Zeit sucht man kostenlose Campingplätze vergeblich und so steht ein weiteres Mal eine Nacht auf einer Raststätte im Auto an, zu dritt.

Am nächsten Morgen geht es für einen kurzen Stopp zurück nach Byron Bay bevor wir in Richtung Surfers Paradise aufbrechen. Dem Byron Bay Lighthouse walk. Wegen teurem Parkticket bleibt uns dafür nur eine knappe Stunde, was jedoch ausreicht, um einen Blick über die Klippen und Buchten zu erhaschen. Von kleinen Aussichtsplattformem bieten sich spektakuläre Blicke über das offene Meer. Wir (und einige andere Besucher) glauben sogar Haie im klaren Wasser gesehen zu haben.

Der Weg die unzähligen Treppen hinab zum Fuß der Klippen bleibt aus zeitlichen Gründen leider aus.

Der beste Aussichtspunkt von allen? Damit lehnt sich der Springbrook Nationalpark aber ganz schön aus dem Fenster. Wir haben schon so manch beeindruckenden Ausblick gesehen, ob damit der „best of all lookout“ mithalten kann? Die schmale, kurvige Straße führt uns bis fast unmittelbar an die Plattform heran, die über einen kurzen Fußweg erreicht wird. Dieser führt durch dichtes Gewächs, das an eine Tour durch den peruanischen Regenwald erinnert. Einziger Unterschied: hier sind es gefühlte 20°C kühler.

Am Ziel angelang bietet sich uns ein weitläufiger 180° Ausblick über die grünen Wälder, Hügel und in der Ferne lässt sich das Meer erahnen. Vielleicht nicht der Beste von allen aber dennoch definitv sehenswert!

Damit sich der Umweg ins Landesinnere auch gelohnt hat, steht anschließend noch ein kurzer Hike durch den Nationalpark an. Dieser führt in einem Rundweg an einigen Wasserfällen vorbei und bietet so manchen Ausblick auf unser nächstes Ziel, Gold Coast. Es tut gut die Beine nach den unzähligen Stunden im Auto wieder ein wenig zu fordern.

Wir freuen uns auf den nächsten Stopp, wo wie ein vertrautes Gesicht aus der Heimat antreffen werden.


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